Monatsarchiv für April, 2009

Aus aktuellem Anlass30/04/09 von Econ

Es ist wieder passiert.

 

Ein Kamerad ist gestorben und weitere wurden zum Teil schwer verletzt.

Wieder verläuft die Informationspolitik schleppend und wieder wurde das Geschehen nur in Bruchstücken mitgeteilt.

Natürlich hat unser Außenminister den Fall in gewohnter Art und Weise bedauert und im gleichen Atemzug dem Afghanischen Präsidenten die Unterstützung für die Zukunft zugesagt.

Zudem betonte unser Herr Außenminister direkt nach dem Verlust eines deutschen Soldaten, dass es eine “erfreuliche Vorwärtsbewegung” in der Zusammenarbeit gibt!!!

Warum gebt Ihr in Berlin nicht unseren Soldatinnen und Soldaten in den Einsatzländern die gleichen Versprechen und die Unterstützung, die Ihr täglich in den Medien propagiert?

 

 

Wir trauern mit den Hinterbliebenen und sind in Gedanken bei den Verwundeten.

 

Achim

Weiter lesen Blog Keine Kommentare

Es sind ja bald Bundestagswahlen30/04/09 von Econ

Die Wahlen stehen vor der Tür. Wir werden also wieder mit Zugeständnissen und Versprechen überhäuft. Wir sind keine Politiker, aber dennoch am politischen Geschehen interessiert, wenn es darum geht, etwas für unsere Soldatinnen und Soldaten zu tun.

Dazu haben wir einen sehr interessanten Kurzbeitrag gefunden. Den Link dazu findet ihr unten.  

 

Wir haben in letzter Zeit wieder viele E-Mails erhalten, von Heimkehrern und Angehörigen der Bundeswehr aus Afghanistan. Nach Aussage der Leute, die uns diese E-Mails zugeschickt haben, hat sich am Hindukusch nahezu nichts verbessert – ganz im Gegenteil. Und nach wie vor wird die deutsche Öffentlichkeit durch die zensierte Berichterstattung der Politik zum Narren gehalten.

 

Zum Beispiel:  Vor kurzem gab es einen Anschlag auf eine Bundeswehrpatrouille. Aussage der Bundeswehrführung war es, dass niemand verletzt wurde.

 

-         Warum bekamen wir unmittelbar nach dem Anschlag Informationen, aus sehr zuverlässiger Quelle, dass doch Soldaten verletzt wurden?

 

-         Warum hört man eigentlich immer nur, dass Raketen neben dem Lager einschlagen und niemals darin. Sind die kampferprobten Taliban oder Terroristen wirklich so schlechte Schützen, dass sie niemals Ihr Ziel treffen?

 

-         Warum wird immer wieder behauptet, auch in dem verlinkten Fernsehbeitrag, dass die Bundeswehr nicht im Süden kämpft, während wir aus einigen E-Mails und Gesprächen mit Soldaten genau das Gegenteil erfahren haben?

 

-         Warum kritisieren hochrangige Ex-Politiker und noch im Amt befindliche Politiker die amerikanische Vorgehensweise in Afghanistan und bringen dennoch zum Ausdruck, wie sehr sie den afghanischen Präsidenten schätzen, wo doch jeder weiß, dass dieser nur eine amerikanische Marionette ist?

 

-         Warum spricht man davon, dass die afghanischen Regierungsstrukturen nicht korrupt sind, wenn doch nachweisbar hochrangige afghanische Politiker aufgrund von Korruption und auf Druck der amerikanischen Regierung offiziell aus deren Amt entlassen wurden und nun im Hintergrund die Fäden in der Hand halten?

 

Wenn man unsere Informationen, die wir hier noch sehr weit ausführen könnten, mit den Aussagen der Politik vergleicht, kann man eigentlich nur zu einem Schluss kommen. Die Politik denkt nach wie vor, dass man die Öffentlichkeit und auch gerade die Soldatinnen und Soldaten komplett verarschen kann.

 

Wir wollten und werden niemals ein politisches Statement abgeben, aber, wieder einmal, werden wir im Vorfeld von Wahlen belogen.

 

Vor gar nicht allzu langer Zeit wurde Achim von einigen Politikern zu einem Informationsgespräch eingeladen. Man bat ihn darum, Mängel aufzuzeigen, die die Truppe im Einsatzland belasten. Dies hat er dann auch zu Genüge getan und zwar nicht nur auf dieser Homepage. Die Politik wollte Achim als Experten. O-Ton: „Sie (Achim) haben anscheinend sehr gute Informationen von der Truppe“. Und man fragte ihn, warum die Truppe Sorgen und Nöte nicht auf offiziellem Wege bekanntmacht?

Achims Antwort war kurz und knapp: „Ihnen vertraut niemand, während bei uns die Quellen zu 100% geschützt sind, somit braucht keiner Angst darum zu haben, einen Nachteil zu erleiden.“

Das sorgte für einen ganz kurzen Augenblick der  Betroffenheit. Dennoch hat sich nach diesen Gesprächen nichts verändert. Niemand auf Seiten der Politik zeigte Interesse, diesen Informationsaustausch aufrechtzuerhalten. Business as usual.

 

Die Kernaussage der Politiker lautet: „Vielen Dank für das Gespräch. Nun haben wir uns mit ihnen unterhalten und damit etwas getan, was wir uns auf die Fahne schreiben können. Sie sehen also, wir bemühen uns.“ Fazit: Die Politik kann sich kurz vor der Wahl als kommunikativ darstellen.

Wir sagen dazu: „Vielen Dank für das Gespräch, viel Spaß beim Aussitzen der Probleme und viel Glück weiterhin bei ihrem Verschleiern.“

Doch wir bleiben im Sinne der Sache am Mann und bitten Euch alle da draußen in den Einsatzländern, schickt uns noch mehr Informationen.

 

Kameradschaftlichen Gruß an alle in den Einsatzländern, passt auf Euch auf und lasst es Euch gut gehen.

 

Achim

 

 

http://www.swr.de/2plusleif/-/id=4252272/did=4640750/pv=video/gp1=4783868/nid=4252272/1j340ea/index.html

 

 

http://www.swr.de/2plusleif/-/id=4252272/nid=4252272/did=4640746/160rxh6/index.html

Weiter lesen Blog 2 Kommentare